Tanz-Bekleidung: der erste Schritt zum Profitänzer
Wer sich mit Tänzen aus anderen Kulturen oder dem Turniertanz beschäftigt, kommt nicht darum herum, sich auch die passende Tanz-Bekleidung anzuschaffen. Durch die Vielzahl an Stoffen wird die Auswahl oftmals schwierig.
Für viele Tänze, vor allem moderne Tänze, die aus der Gymnastik oder dem Sport entstanden sind, braucht man keine spezielle Tanz-Bekleidung. Dort reicht sportliche, lockere Bekleidung aus, in der man sich leicht bewegen kann. Handelt es sich aber um traditionelle, folkloristische Tänze, wie beispielsweise den Flamenco oder den orientalischen Bauchtanz, gehört die Tanz-Bekleidung zum Tanz so untrennbar hinzu wie die Musik und spielt oft sogar eine ganz eigene Rolle. So wird im Flamenco mit den Bewegungen des Stoffes zur Musik gearbeitet und die Schuhe sind derart mit Metall beschlagen, dass die Füße hörbar den Takt angeben können. Gleiches gilt natürlich für das klassische Ballett. Auch hier muss von Anfang an die professionelle Tanzkleidung getragen werden. Da es meist Kinder im Wachstum sind, die mit klassischem Ballett schon in jungen Jahren beginnen und dann schnell aus ihren Outfits hinauswachsen, steht man hier irgendwann vor einer Kostenfrage. Gleiches gilt für die Bekleidung, die bei der Teilnahme an Tanzturnieren Vorschrift ist. Durch die viele Bewegung und aufgrund des dünnen Stoffes, der verwendet wird, reißt sie schnell. Auch das geht ins Geld. Wer sich zum ersten Mal Tanz-Bekleidung kauft, neigt dazu, nur ganz neue Stücke tragen zu wollen und kauft diese in den spezialisierten Tanzgeschäften, die es inzwischen in jeder größeren Stadt gibt. Aber auch hier gilt: erst vergleichen, dann kaufen. Denn abhängig von den jeweiligen Einkäufern und der Geschäftspolitik können sowohl Qualität als auch Preise selbst hier variieren. Man tut gut daran, sich eine genaue Liste dessen zu machen, was man wirklich braucht und diese dann vorher in einigen Läden einfach mal abzutelefonieren. Dort, wo die Bekleidungsanforderungen nicht ganz so streng sind, kann man auch über das Selbstnähen nachdenken. Gerade in den orientalischen Tanzrichtungen sind der Kreativität oft keine Grenzen gesetzt und man kann mit wenigen Mitteln viel erreichen: die Schnitte der Saris und Pluderhosen sind recht leicht zu vereinfachen, und mit kleinen Details wie Pailletten und Knöpfen schnell nochmals aufgewertet. Die dazu passenden Stoffe findet man übrigens nicht so leicht in Kaufhäusern, da sie farbenprächtig und auffällig sein müssen. Ein guter Tipp sind indische oder türkische Stoffgeschäfte. Dort macht ein Einkauf auch gleich noch mal so viel Spaß, weil er schon auf die Tanzfreude und die andere Kultur einstimmt. Wer nicht selber nähen kann, sollte sich im Freundeskreis umhören.

