Vor allem in den großen deutschen Städten wird viel getanzt. Die Pflege von Tanzsalons und Ballhaustradition wird hier groß geschrieben. An erster Stelle stehen dabei die sogenannten Standardtänze auf dem Programm. Darunter versteht man den Wiener sowie den langsamen Walzer, Tango, Slowfox, Foxtrott und Quickstep. Tanzveranstaltungen finden meist regelmäßig und oft sogar unter der Woche statt, sodass man fast immer die Gelegenheit hat, ein paar Schritte auf dem Parkett zu machen. Das will jedoch gelernt sein. Tanzschulen sorgen für die entsprechende Grundausbildung und sind in jeder Stadt zu finden. Altersbeschränkungen gibt es dort normalerweise nicht. Schon Kinder können den eleganten Sport erlernen und so zu ansehnlichen Tänzern heranwachsen.

Ob man einen Kurs mit Partner besuchen muss, ist unterschiedlich und hängt von den Bestimmungen der jeweiligen Tanzschule ab. Oft finden sich die Tanzpartner direkt im Kurs oder im Vorfeld in einer Tanzpartnerbörse. Wer dann Gefallen am Tanzen findet, sollte seine neu erworbenen Fähigkeiten in "realen" Situationen im Salon auf die Probe stellen, denn gutes Tanzen braucht Routine. Und wer noch einen Schritt weiter gehen möchte, kann verschiedene Abzeichen machen, bevor es dann weiter geht zu den Turnieren. Diese finden sowohl regional als auch überregional statt und bieten den Tänzern Gelegenheit, ihr Können im Wettbewerb mit anderen unter Beweis zu stellen.

In den Großstädten sind die Ballhäuser und Salons willkommene Plattformen, um andere Menschen kennenzulernen. Dort treffen sich Männer und Frauen aller Altersgruppen, um ihrem gemeinsamen Hobby nachzukommen.