Eine Choreografie gehört in die Gattung der Kunst und gilt ebenso für Show-Tänze wie für abendfüllende Inszenierungen eines Balletts oder modernen Tanztheaters. Auch tänzerischen Solodarbietungen liegt meist eine Choreografie zugrunde. Dem Choreografen kommt eine besondere Bedeutung zu, weil er die technisch-künstlerische Gestaltung entwickelt. Meistens erfindet er auch das Stück oder die Adaption eines Stoffes, er ist also dem Autor und Regisseur eines Schauspiels gleichzusetzen. Im Musiktheater – bei Opern und Musicals – ist der Choreograf meist einem Regisseur unterstellt.

Im Internet kann man Angebote zur Ausbildung als Choreograf finden. Viele Tänzer wechseln in diesen Beruf über. Andere absolvieren ein mehrjähriges Studium an einer Hochschule für Tanz. Manche finden eine Festanstellung an einem Theater, aber meist werden Choreografen für einzelne Inszenierungen oder für bestimmte Projekte beauftragt. Es gibt Vertreter der alten Schule, die bestehende Ballett-Choreografien übernehmen. Diese Klassiker basieren meist auf dem Werk eines bekannten Komponisten. Andere Choreografen finden neue Stoffe, die sich für eine tänzerische Umsetzung eignen.

In der Heranführung von Kindern an die Bewegung zur Musik spielt das Erfinden von neuen Tänzen sowie die Einübung von Choreografien eine wichtige Rolle. In vielen Schulen gehört dies heute in den Bereich der Musikerziehung. Tanzen wird auch als therapeutisches Mittel und in diversen Fitnesskursen eingesetzt. Hierbei agiert der Kursleiter als Vortänzer und vermittelt den Teilnehmern die choreografischen Tanzfolgen, nach denen sie sich zu richten haben.