Der Bauchtanz bezieht sich nicht auf alle im Orient vorhandenen Volkstänze, wie etwa den indischen Tanz, sondern vielmehr auf den ägyptischen Tanz. Er wird von Frauen ausgeführt und zeichnet sich durch wiegende und kreisende Körperbewegungen aus, die aus der Körpermitte heraus ausgeführt werden. Für das westliche Publikum kleiden sich die Tänzerinnen zumeist in leichte Kostüme, die freien Blick auf die Körpermitte gewähren. Vor allem aber in den Maghrebstaaten bedecken Bauchtanzkostüme den Körper. Sie sind reichhaltig mit Pailletten bestickt. Zudem sind sie mit münzförmigen Applikationen versehen, die bei den zitternden Bewegungen schellende Töne erzeugen. Das isolierte Bewegen der Hüften wird durch ein Tuch, dass um selbige gebunden wird, erleichtert. Überhaupt sind isolierte Bewegungen einzelner Körperpartien, so zum Beispiel des Brustkorbs, kennzeichnend für den Bauchtanz. Natürlich werden aber auch alle anderen Körperteile bei diesem Tanz bewegt.

Der orientalische Tanz stärkt die Rumpfmuskulatur und sorgt für ein besseres Körpergefühl. Bauch und Hüften werden im Takt orientalischer Musik rhythmisch bewegt. Durch den Einsatz gerade dieser Körperregionen hat der orientalische Tanz eine erotische Komponente.

Im Orient wird Bauchtanz vorrangig bei Festivitäten jeglicher Art aufgeführt. Diesen Tanz kann man in jeder Altersstufe erlernen. Man sollte das Training jedoch nicht unterschätzen. Wer eine professionelle Bauchtänzerin werden möchte, besucht zumeist spezielle Schulen, an denen die Technik, Rhythmik und Musikkunde des orientalischen Tanzes gelehrt werden. Auch hierzulande wird der Bauchtanz immer beliebter und Angebote findet man zunehmend auch in Sport- und Fitnesscentern. Lehrer nehmen sich die Freiheit, auch Stile anderer Tanzrichtungen in die Choreographien zu integrieren.