Längst nicht aus der Mode gekommen: Tanzunterricht!
Obwohl die Deutschen sich bei immer exotischeren Hobbies ausprobieren, steht der Tanzunterricht weiterhin hoch im Kurs. Oft werden sogar mehrere Kurse besucht, um den neuen Spaß an der Bewegung auszuleben.
Auch wenn der Gedanke an den eigenen Tanzunterricht ein Gefühl der Nostalgie auslösen mag, ist das Lernen von Tanzschritten und Choreografien auch heute noch ein häufiges und zudem gesellschaftlich anerkanntes Hobby. Oft gehört ein Tanzkurs sogar zur Allgemeinbildung und wird daher in vielen Schulen, meist während der 8. bis 10. Klasse, von erfahrenen Tanzlehrern angeboten. Obwohl man es den Jugendlichen oft nicht zutraut, erfreuen sich diese Kurse großer Beliebtheit. Auch die Heranwachsenden haben erkannt, dass ohne das Beherrschen einiger Grundschritte und Standardtänze Ereignisse wie eine Abiturfeier, ein Abschlussball oder eine Familienfeier im größeren Rahmen kaum zu meistern sind. Die Fähigkeit zum Tanzen gehört wie gute Manieren oder die Kunst des Small-Talk zu den sogenannten Soft-Skills, das heißt den sozialen Kompetenzen, die benötigt werden, um die eigenen Ziele auch in der Interaktion mit Gruppen zu erreichen.
Diese gesellschaftliche Komponente ist aber beim Tanzunterricht häufig nur ein positiver Nebeneffekt, denn in erster Linie bringt ein Tanzkurs Spaß und Freude an der Bewegung. Viele ehemalige Kursteilnehmer besuchen nach Jahren erneut einen Kurs, um ihre Bewegungsabläufe aufzufrischen oder um an einem Anschlusskurs teilzunehmen. Die Bewegung zu Musik tut dabei nicht nur Schülern gut, sondern hilft auch Berufstätigen, für einige Stunden dem hektischen Alltag zu entfliehen. Besonders für Paare kann die Tanzstunde zu einem besonderen Erlebnis oder gar zu einem gemeinsamen Hobby werden. Für langjährige Beziehungen kann es sehr förderlich sein, den Partner in Bewegung zu erleben. Einige Tänze wie der Tango oder die Rumba sind nicht nur sehr körperbetont, sondern haben durchaus auch eine erotische Komponente.
Das Angebot der Tanzschulen ist aber auch für Singles und die Menschen offen, die einen Tanzkurs ohne ihren Partner besuchen. Häufig werden dazu Single-Abende mit freier Partnerwahl angeboten, oder es werden Choreografien für Gruppen statt für Paare einstudiert. Hierbei handelt es sich nicht um Standardtänze, aber um durchaus bekannte Formen wie den Line-Dance, der oft in der Western-Szene getanzt wird.

