Der Salsa Tanz - mehr als ein einfacher Tanz für Paare
Die Salsa gehört zu den lateinamerikanischen Standardtänzen und erfreut sich seit den 1970er Jahren großer Beliebtheit. Man kann sie als Paar tanzen, aber auch in Gruppen von mehreren Personen mit Choreografie.
Die Salsa ist ein temporeicher, aber verglichen mit anderen Tänzen noch sehr junger Tanz aus dem lateinamerikanischen Raum. Sie wurde erst in den 1970er Jahren modern, als ausgefallene Tänze in Diskotheken plötzlich gefragt waren. Kennzeichnend für die Salsa ist, dass sich nicht nur die Beine bewegen, sondern auch Hüfte und Arme. Dementsprechend tanzen die Partner auch eher weiter auseinander und nicht so eng, wie man es von europäischen Standardtänzen gewohnt ist. Die Salsa ist mit einem Takt von bis zu 60 Schlägen pro Minute ein sehr temporeicher Tanz, so dass man nicht nur eine gute Koordination, sondern auch viel Ausdauer benötigt, um sie zu erlernen. Es ist daher durchaus hilfreich, wenn man in lateinamerikanischen Tänzen bereits ein wenig Erfahrung hat und einem die grundlegenden Techniken bekannt sind. Eine zwingende Voraussetzung ist dies aber natürlich nicht. Mit genügend Übung können auch Anfänger gute Salsa-Tänzer werden. Wegen der vielen Hüftbewegungen ist die Salsa übrigens besonders bei Frauen beliebt. Viele Tanzschulen tragen dem Rechnung, indem sie neben ihren üblichen Tanzkursen spezielle Salsa-Kurse anbieten, die teilweise nur von Frauen besucht werden.
Es gibt eine ganze Reihe verschiedener Tanzstile, in denen sich die Salsa weiterentwickelt hat. Für gewöhnlich werden sie nach Regionen unterschieden. Gravierend sind diese Unterschiede in der Regel nicht, so dass man eigentlich keine Probleme haben sollte mit Leuten zu tanzen, die die Salsa in anderen Schulen gelernt haben. Häufig sind es eher die Details, die einen bestimmten Stil ausmachen. So werden manche Stilrichtungen zum Beispiel ausschließlich als Paar, andere wiederum nur in der Gruppe getanzt. Auch die Zahl der Figuren und ihre Ausführlichkeit unterscheiden sich. In einigen Stilen steht der Grundschritt im Mittelpunkt, der nur hin und wieder von einer einfachen Figur unterbrochen wird. Bei anderen Versionen der Salsa hingegen treten kaum noch Grundschritte auf, weil eine Figur der nächsten unmittelbar folgt.
Anders als bei den meisten anderen Tänzen gibt es bei der Salsa keinen einheitlichen Grundschritt. Die Bewegungen sind also relativ frei. Charakteristisch ist lediglich, dass je Grundschritt drei Bewegungen gemacht werden, von denen eine in der Regel in einem Tap endet. Dabei handelt es sich um das leichte Auftippen des Fußes, ohne dass er belastet wird. Dadurch können die Bewegungen in der Salsa schneller erfolgen, als wenn das Gewicht erst auf den Fuß verlagert und dann wieder zurück auf den anderen Fuß verlagert werden müsste. Es gibt verschiedene Organisationen, die Salsa-Turniere veranstalten und Tanzlehrer ausbilden. Mehrmals im Jahr finden auf der ganzen Welt auch Salsa-Kongresse statt, auf denen sich die Mitglieder der Organisationen und Tanzlehrer treffen. Hier werden auch die besten Salsa-Lehrer gekürt, die ihr Wissen dann in speziellen Salsa-Workshops wiedergeben. Diese sind für Anfänger und Fortgeschrittene eine gute Möglichkeit, das Salsa-Tanzen zu lernen.

