Breakdance-Tanzschule: Aktuelle Tänze für junge Leute
Natürlich lernt man auch heute noch in der Tanzschule Walzer, Rumba und Foxtrott – wenn man das möchte. Viele junge Leute halten diese Tänze allerdings für verstaubt. Sie nehmen Unterricht in einer Breakdance-Tanzschule.
Viele Breakdancer haben ihre Fähigkeiten auf der Straße erworben. Sie haben sich andere Tänzer angeschaut, deren Figuren nachgeahmt und eigene entworfen. Doch nicht jeder Jugendliche möchte seine ersten Tanzversuche vor aller Augen auf der Straße wagen, sondern lieber von einem Könner professionelle Anleitung erhalten. Dann ist es sinnvoll, sich nach einer Breakdance-Tanzschule umzuschauen.
Viele Tanzschulen, vor allem in Großstädten, bieten inzwischen neben klassischen und lateinamerikanischen Tänzen das Erlernen der Tänze an, die bei der Jugend gerade beliebt sind. In den 80er Jahren waren das Mambo und Salsa, heute zum Beispiel Hip Hop oder Breakdance. Eltern sind oft nicht begeistert, wenn sie hören, dass ihre Kinder ausgerechnet einen Trendtanz lernen und eine Breakdance-Tanzschule besuchen wollen. Wenn sie Tanzschule hören, denken sie an ihren ersten Walzer und die Tanzstundenliebe zurück. Breakdance dagegen verbinden sie mit Ghettos, Jugendkriminalität und Aggression. In den letzten Jahren ist Breakdance jedoch durchaus gesellschaftsfähig geworden und wird als anspruchsvoller Sport betrachtet. Die Jugendlichen bewegen sich, trainieren Koordination und Gelenkigkeit und sitzen für einige Stunden in der Woche nicht vor dem Computer. Damit wird der Wirkung von zu viel Chips und Cola vorgebeugt, Musikalität und Rhythmusgefühl werden gefördert. Es handelt sich also um ein sinnvolles Hobby, das Eltern durchaus unterstützen sollten.
Haben manche Jugendliche erst einmal den ersten Schritt in eine Tanzschule gewagt, dort einen modernen Trendtanz erlernt, dabei die Atmosphäre kennengelernt und Spaß an der Bewegung zur Musik gefunden, fällt ihnen der Schritt zu einem klassischen Tanzkurs nicht mehr schwer. Zumindest Dico-Fox möchten die meisten gerne erlernen, um bei Discobesuchen mehr Spaß haben zu können. Der eine oder die andere entdeckt dann ganz nebenbei die Liebe zu Tango, ChaChaCha oder Rumba. Spätestens, wenn dann der Vater mit der Tochter beim Abschlussball einen Wiener Walzer aufs Parkett legen darf, ist auch er glücklich. Und auch wenn nicht, so wird er doch erstaunen, welch akrobatische Figuren der Nachwuchs-Breakdancer zu Hause vorführt.

