Ballett lernen: Geschichten ohne Worte erzählen
Viele kleine Mädchen träumen davon, später einmal Ballerina zu werden. Doch bevor es so weit ist, folgen viele Jahre des Trainings und der Disziplin. Dabei dauert es einige Zeit, bis man eine gewisse Perfektion erlangt.
Ballett ist eine Kunst - mit Hilfe des Tanzes werden Gefühle und Emotionen ausgedrückt. Beim Ballett braucht man keine Worte. Die Gefühle werden mittels graziler und kräftiger Bewegungen zum Vorschein gebracht. Doch bis dahin ist es ein langer Weg. Möchte man später als Balletttänzer erfolgreich sein, sollte man bereits früh mit dem Ballettunterricht beginnen.
Die meisten beginnen den Unterricht mit etwa vier Jahren. Begonnen wird dann mit einer tänzerischen Früherziehung. Die Kinder lernen, sich zur Musik zu bewegen und ihren Körper zu koordinieren und zu stabilisieren. Sie entwickeln dabei Rhythmus- und Taktgefühl. Dies geschieht auf Basis spielerischer Elemente. Diese Früherziehung ist wichtig, denn sie bereitet die Kinder auf die Vertiefung der Elemente des klassischen Balletts vor. Schnell können die Ballettlehrer dabei erkennen, welche Stärken jedes einzelne Kind hat. Dementsprechend werden diese individuell gefördert. Hat das Kind diese Phase erfolgreich bestanden, geht es mit der Vertiefung am klassischen Ballett weiter. Mit etwas 5-7 Jahren wird unter Berücksichtung des Körperbaus der Kinder die Arbeit am klassischen Ballett intensiviert. Die in der tänzerischen Früherziehung erlernten Elemente können in dieser Phase weiter ausgebaut werden. In den meisten Fällen durchläuft man nach dieser zweiten Phase eine dritte, in der weiter an Körperhaltung und grazilen Bewegungen gearbeitet wird. Danach ist meistens das erste kleine Ziel schon erreicht: Der Tanz mit den Spitzenschuhen. Um überhaupt mit Spitzenschuhen tanzen zu können, muss der Fuß der Tänzerin durch jahrelanges Training gestärkt und darauf vorbereitet werden. Erst, wenn der Ballettlehrer der Meinung ist, dass der Fuß eine gewisse Stärke erreicht hat, kann mit dem Spitzentanz begonnen werden. Disziplin und Freude an Bewegung sind die Voraussetzungen, um später einmal Balletttänzer werden zu können. Das Training erfordert ein hohes Maß an Konzentration und Körperbeherrschung.
Ein klassisches Balletttraining beginnt mit den Übungen an der Stange. Dies dient dem Aufwärmen der Muskeln. Die Stange fungiert dabei als Stütze. Diese Übungen sollen auf die folgenden Übungen in der Mitte des Ballettsaals vorbereiten. Beide Körperseiten werden an der Stange gleich stark trainiert. Man beginnt mit die Übungen mit dem rechten Bein und der linken Hand zur Stange. Danach dreht man sich um und wiederholt die Übung mit dem anderen Bein. Somit wird gewährleistet, dass beide Beine gleich stark werden. Bei diesen Übungen geht es hauptsächlich um die Beugung und Streckung der Beine und Fußgelenke. In der Mitte werden dann die Übungen von der Stange intensiviert. Hier trainiert man Ausdauer und Kraft ohne die stützende Stange.
Ballett stärkt den Aufbau der Muskeln und sorgt für eine gute Körperhaltung. Auch wenn man nicht vorhat, Berufstänzer zu werden, kann der Tanz große Freude bereiten. Der Unterricht sollte dennoch ernst genommen werden, damit Ziele, Verbesserungen und Fortschritte erreicht werden können. Die Ursprünge des Balletttanzes gehen bereits auf das 15. Jahrhundert zurück. Seit jeher wollten Menschen mit Hilfe des Tanzes Geschichten erzählen. Und dies ist auch bis heute so geblieben, wenn auch mit einigen kleinen Veränderungen.

